Verkehr anders?
Die Landesregierung hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt, ein nachhaltiges, klimafreundliches Südtirol mit weniger verschmutzter Luft. Nachhaltige Ansätze gibt es genügend, in der Landwirtschaft, im energetischen Hausbau, seit Jahrzehnten schon produzieren Genossenschaften erneuerbare Energie aus Wasserkraft und Fernwärme. Kritiker bemängeln, dass ein wichtiger Bereich in der angestrebten Klimapolitik fehlt, die Verkehrspolitik. Fachmann Helmuth Moroder und seine Überlegungen dazu:

 
 
 

Verkehr anders? Teil 2
Der Bozner Verkehrsexperte Helmuth Moroder beschreibt Südtirols Verkehrspolitik als wenig mutig. Es wird noch immer zu viel Geld für die Infrastruktur Straße ausgegeben, kritisiert Moroder. Man braucht sich deshalb nicht zu wundern, dass immer öfters Staus die Folge sind, folgert Verkehrsplaner Moroder. Er spricht von einem ständig wachsenden hausgemachten Verkehr. Moroder wirbt für neue Regionalbahnen, neue nachhaltige Verkehrskonzepte und für mehr Mut:

Verkehrsplanung in Kurdistan – mit Helmuth Moroder

Trotz Terror und Krieg, trotz Instabilität und manchmal dürftiger Perspektiven wird der Alltag geprobt. Im mehrheitlich kurdischen Nord-Syrien wie im kurdisch dominierten Nord-Irak. Die Verwaltungen der beiden Autonomiegebiete organisierten in Zusammenarbeit mit dem italienischen Gemeindenverband ANCI eine Fortbildung zur Verkehrspolitik. Mit dabei war der Südtiroler Ingenieur und Verkehrsexperte Helmuth Moroder, lange Präsident der Alexander Langer-Stiftung aus Südtirol. Der Grödner gilt italienweit als ausgewiesener Verkehrsexperte, begleitete den Bau einer Bahnlinie von Meran-Mals und war Berater für den öffentlichen Nahverkehr in Südtirol. Der „Ausflug“ nach Kurdistan hat gut getan, sagt Moroder im Gespräch mit „Ethical Banking“, eine andere Art der Entwicklungshilfe:

 
 
 

Podcast Ethical Banking – Entwicklungshilfe - der falsche Weg? Gespräch mit Hanspeter Vikoler über seine Arbeit beim Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen

Hanspeter Vikoler analysiert selbstkritisch seine eigene Arbeit. Besonders die Nachhaltigkeit seines Wirkens. Seit fast drei Jahrzehnten arbeitet der aus Gufidaun stammende Vikoler für das Welternährungsprogramm der UNO. Leider, sagt er im Gespräch mit Ethical Banking, wird damit auch die Abhängigkeit der Menschen im Süden der Welt von Hilfslieferungen aus dem reichen Norden gefördert. Das macht die aktuelle Pandemie deutlich. Letzthin war Vikoler auf Madagaskar im Einsatz:
Ethical Banking pd Hanspeter Vikoler

Weitere Informationen zum Thema Hungerhilfe:

World Food Programme:
Die unsichtbare Krise: Welt darf nicht wegschauen während Familien in Madagaskar verhungern, fordert WFP-Chef | World Food Programme

ARD/Tagesschau:
Hungerkrise in Madagaskar: Notfalls auch Leder zum Essen | tagesschau.de

siehe auch die Arbeit der Organisation für eine solidarische Welt:

OEW – Organisation für Eine solidarische Welt

Podcast Ethical Banking – Sozialpolitik neu denken

Das Sozialwesen muss zukunftstauglich gestaltet werden, neue Instrumente sind dafür notwendig. So formuliert es Karl Tragust von der Sozialgenossenschaft Sophia. Er verweist auf die Erfolgsgeschichte der sozialen Autonomie, ermöglicht durch das Paket und dem zweiten Autonomiestatut. Ein halbes Jahrhundert danach soll nicht nur nachgebessert werden, sagt Tragust, sondern grundlegend reformiert werden. Darüber forscht auch die Sozialgenossenschaft Sophia: Ethical Banking – pd Karl Tragust

Weiterführende Informationen zu den Themen Bürger- und Sozialgenossenschaften:

Studie über Bürgergenossenschaften;

Abstract der Studie „Sozialgenossenschaften 2.0“

Studie zu den Sozialgenossenschaften in Südtirol

Im Gespräch mit Paul Tschigg über Obdachlosigkeit in Bozen

Seit November betreut der Verein „housing first Bozen“ 25 Obdachlose. Im „dormizil“ erhalten bis März 2022 in der Rittner Straße in Bozen Menschen Unterkunft und ein Frühstück. Der Verein will im nächsten Sommer das Haus umbauen, um obdachlosen Menschen langfristig helfen zu können. Einer der Macher ist Paul Tschigg. Der Unternehmer in Pension ist seit Jahren schon für Hilfesuchende engagiert. Er ist Gast im folgenden Podcast:

 
 
 
 
 

Im Gespräch mit Ludwig Thalheimer über Obdachlosigkeit in Bozen

Unter der Talferbrücke „schlafen“ Menschen, auf abgelegenen Parkbänken, in Zelten auf den Flussinseln in der Stadt, in abbruchreifen Häusern an den Stadträndern. Der Bozner Fotograf Ludwig Thalheimer dokumentiert diese „Schlafplätze“. Ernüchternde Bilder über die Armut in einem reichen Land. Zu sehen sind diese Fotos in allen Filialen der Raiffeisenkasse Bozen. Mehr darüber im folgenden Podcast mit Ludwig Thalheimer:

 
 
 
 

Im Gespräch mit Klaus Egger über Nachhaltigkeit in Südtirol

Gemeinsam nachhaltig
Als ehrgeizig beschreibt Klaus Egger Südtirols Weg in die Nachhaltigkeit. Egger ist Referent für nachhaltige Politik von Landeshauptmann Arno Kompatscher. Die Pandemie ist noch immer nicht vorbei, verschärft damit die anderen aufziehenden Krisen, führt Egger in das Argument Nachhaltigkeit ein. Wie die Ressourcen, Diversitäts- und Klimakrise. Auch diese Krisen werden gespürt, dafür sorgen protestierende Jugendliche mit viel Elan, Wetterkatastrophen und der Verkehr im eigenen Land, sagt Egger. Da gibt es genügend zu tun:

 
 
 
 

Im Gespräch mit Rudi Rienzner (SEV - Südtiroler Energieverband) über die Energiewende, die Raiffeisen-E-Werke.

 
 
 
 

Ökozid - im Gespräch mit Claus Biegert

Die Delegationen der Ureinwohner-Völker haben enttäuscht auf die Ergebnisse der Welt-Klima-Konferenz reagiert. Die Konferenz ist schon Geschichte, das Ergebnis aber keineswegs historisch. Ihre Anliegen blieben eine zu vernachlässigende Fußnote. Für die indigenen Völker geht es ums Überleben. Nicht von ungefähr wehren sich in Brasilien indigene AktivistInnen gerichtlich gegen den raubbaufördernden rechtsradikalen Präsidenten Bolsonaro vor. Seine Politik des wilden Westens ist eine Mischung aus Ökozid und Genozid, der Vorwurf aus dem Amazonas. Ökozid und Genozid, zwei Seiten einer Medaille, sagt Claus Biegert vom World Uranium Hearing. Seit Jahren engagiert sich Biegert für die Anliegen der nordamerikanische Ureinwohner und der indigenen Völker:

Links zum Thema
Den Ökozid-Genozid-Komplex beschreiben: Indigenes Wissen und kritische Theorie in der finalen Phase - South Magazine Issue #8 [documenta 14 #3] - documenta 14

Ökozid als Straftat: "Das Wort Ökozid erinnert natürlich an Genozid" | ZEIT ONLINE

 
 
 
 

Naturrechte - im Gespräch mit Claus Biegert

Weltweit weisen die Vereinten Nationen besonders wertvolle Landstriche als Weltnaturerbe aus. In 167 Ländern gibt es derzeit mehr als 1.150 solcher Weltnaturerbe-Stätten. Die Dolomiten zählen dazu. Dieses Instrument greift aber nicht, stellt Claus Biegert vom World Uranium Hearing. Er wirbt für eine Festschreibung der Naturrechte, von Rechten für die Natur. Wälder und Flüsse sollen klagen dürfen, erklärt Jula Zenetti vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig. Keine Utopie, ergänzt sie und verweist auf Beispiele in Neuseeland, Ecuador, Kolumbien und Indien. Dieses Naturrecht schützt auch die Rechte indigener Völker, sagt Biegert im folgendem Podcast:

Links zu „Naturrechten“
Home - rechte-der-natur.de
Regenwald Report 01/2021 - Natur mit Rechten: Rechte für die Natur - Rettet den Regenwald e.V.
Bayern: Initiative initiiert Volksbegehren „Rechte der Natur“ - Politik - SZ.de (sueddeutsche.de)
Jula Zenetti - Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ
 
 
 
 

Die Loisach - im Gespräch mit Claus Biegert

Festgeschriebene Rechte für die Natur können Ökozide verhindern. Das hofft der Journalist Claus Biegert, Beirat der GfbV und Initiator des World Uranium Hearings. Als Mitarbeiter des Bayerischen Rundfunks beschäftigte sich Biegert mit dem indianischen Amerika, wie er politisch unkorrekt sagt. Als Autor und Filmemacher bietet er indigenen AktivistInnen eine Plattform. Von ihnen hat er gelernt, sich auch für die Anliegen der Natur zu engagieren. Für die Loisach, erzählt Claus Biegert, ein Fluss in seiner oberbayerischen Heimat, der am Tiroler Fernpass entspringt:

Der Freund und Künstler ist Rainer Wittenborn. Er dokumentierte künstlerisch seine Reise mit Claus Biegert in einen sterbenden Teil der Erde:
The James Bay Project: Rainer Wittenborn & Claus Biegert – La Biennale d’art contemporain autochtone (baca.ca)
Weitere Links:
"Rechte für die Natur" ins Grundgesetz. Verbessertes Klagerecht zur Bewahrung der Natur. - Online-Petition (openpetition.de)
Natur als Rechtssubjekt. Für eine ökologische Revolution des Rechts | APuZ (bpb.de)
Flüsse und Wälder als Kläger: Rechte für die Natur (lto.de)
MEG (ville-ge.ch)

Injustice environnementale (ville-ge.ch)
 
 
 
 

PODCAST Heini Grandi – Fairer Handel

Seit 1988 wirbt die in Bozen gegründete Genossenschaft altro mercato für den fairen Handel. Nicht nur in Südtirol, italienweit. Die beiden Bozner Rudi Dalvai und Heini Grandi brachten vor 30 Jahren das inzwischen etablierte Projekt auf den Weg. Die von altro mercato verkauften Produkte kommen aus 40 Länder aus dem Süden der Welt. Der faire Handel ist ein nachhaltiger Handel, sagt Heini Grandi im folgenden Podcast:

weitere Infos:
https://www.salto.bz/de/article/05012017/ethischer-konsum
https://www.altromercato.it/
 
 
 
 

Im Gespräch mit Heini Grandi über den Genossenschaftsverband Coopbund


Im Schatten der meist landwirtschaftlichen Raiffeisengenossenschaften entwickelten sich in den urbanen Zentren neue Genossenschaftsformen. Mehr als 200 dieser Genossenschaften mit mehr als 30.000 MitgliederInnen gehören dem Verband Coopbund an. Ein Großteil der Mitglieder sind Sozial- und Produktionsgenossenschaften, zählt Heini Grandi von Coopbund auf:

Siehe auch:

Bergauf - Bing video
 
 
 
 

Gespräch mit Heini Grandi über den vernetzten Einzelhandel

Die Pandemie und der erste Lockdown zwangen Wirtschaft und Gesellschaft in die Knie. Ein ungewohnter Ausnahmezustand. Die späteren Lockdowns trafen nur mehr Branchen, besonders den Einzelhandel. Wirtschaftlich eines der Hauptopfer. Auch deshalb, weil die großen Ketten weiterhin arbeiten konnten. Ein nicht immer nachvollziehbarer Ausnahmezustand. Die Kaufleute errechneten im letzten Jahre tägliche Umsatz-Einbußen in der Höhe von 12 Millionen Euro. Kein Wunder, im letzten Jahr waren mehr als 3.500 Einzelhandelsbetriebe Corona bedingt geschlossen. Was tun? Einige Überlegungen von Heini Grandi vom Fairen Handel: