Seit November betreut der Verein „housing first Bozen“ 25 Obdachlose. Im „dormizil“ erhalten bis März 2022 in der Rittner Straße in Bozen Menschen Unterkunft und ein Frühstück. Der Verein will im nächsten Sommer das Haus umbauen, um obdachlosen Menschen langfristig helfen zu können. Einer der Macher ist Paul Tschigg. Der Unternehmer in Pension ist seit Jahren schon für Hilfesuchende engagiert. Er ist Gast im folgenden Podcast:

 

Unter der Talferbrücke „schlafen“ Menschen, auf abgelegenen Parkbänken, in Zelten auf den Flussinseln in der Stadt, in abbruchreifen Häusern an den Stadträndern. Der Bozner Fotograf Ludwig Thalheimer dokumentiert diese „Schlafplätze“. Ernüchternde Bilder über die Armut in einem reichen Land. Zu sehen sind diese Fotos in allen Filialen der Raiffeisenkasse Bozen. Mehr darüber im folgenden Podcast mit Ludwig Thalheimer:

Gemeinsam nachhaltig
Als ehrgeizig beschreibt Klaus Egger Südtirols Weg in die Nachhaltigkeit. Egger ist Referent für nachhaltige Politik von Landeshauptmann Arno Kompatscher. Die Pandemie ist noch immer nicht vorbei, verschärft damit die anderen aufziehenden Krisen, führt Egger in das Argument Nachhaltigkeit ein. Wie die Ressourcen, Diversitäts- und Klimakrise. Auch diese Krisen werden gespürt, dafür sorgen protestierende Jugendliche mit viel Elan, Wetterkatastrophen und der Verkehr im eigenen Land, sagt Egger. Da gibt es genügend zu tun:

Ökozid - im Gespräch mit Claus Biegert
Die Delegationen der Ureinwohner-Völker haben enttäuscht auf die Ergebnisse der Welt-Klima-Konferenz reagiert. Die Konferenz ist schon Geschichte, das Ergebnis aber keineswegs historisch. Ihre Anliegen blieben eine zu vernachlässigende Fußnote. Für die indigenen Völker geht es ums Überleben. Nicht von ungefähr wehren sich in Brasilien indigene AktivistInnen gerichtlich gegen den raubbaufördernden rechtsradikalen Präsidenten Bolsonaro vor. Seine Politik des wilden Westens ist eine Mischung aus Ökozid und Genozid, der Vorwurf aus dem Amazonas. Ökozid und Genozid, zwei Seiten einer Medaille, sagt Claus Biegert vom World Uranium Hearing. Seit Jahren engagiert sich Biegert für die Anliegen der nordamerikanische Ureinwohner und der indigenen Völker:

Links zum Thema
Den Ökozid-Genozid-Komplex beschreiben: Indigenes Wissen und kritische Theorie in der finalen Phase - South Magazine Issue #8 [documenta 14 #3] - documenta 14

Ökozid als Straftat: "Das Wort Ökozid erinnert natürlich an Genozid" | ZEIT ONLINE

Naturrechte - im Gespräch mit Claus Biegert
Weltweit weisen die Vereinten Nationen besonders wertvolle Landstriche als Weltnaturerbe aus. In 167 Ländern gibt es derzeit mehr als 1.150 solcher Weltnaturerbe-Stätten. Die Dolomiten zählen dazu. Dieses Instrument greift aber nicht, stellt Claus Biegert vom World Uranium Hearing. Er wirbt für eine Festschreibung der Naturrechte, von Rechten für die Natur. Wälder und Flüsse sollen klagen dürfen, erklärt Jula Zenetti vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig. Keine Utopie, ergänzt sie und verweist auf Beispiele in Neuseeland, Ecuador, Kolumbien und Indien. Dieses Naturrecht schützt auch die Rechte indigener Völker, sagt Biegert im folgendem Podcast:

Links zu „Naturrechten“
Home - rechte-der-natur.de
Regenwald Report 01/2021 - Natur mit Rechten: Rechte für die Natur - Rettet den Regenwald e.V.
Bayern: Initiative initiiert Volksbegehren „Rechte der Natur“ - Politik - SZ.de (sueddeutsche.de)
Jula Zenetti - Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ

Die Loisach - im Gespräch mit Claus Biegert
Festgeschriebene Rechte für die Natur können Ökozide verhindern. Das hofft der Journalist Claus Biegert, Beirat der GfbV und Initiator des World Uranium Hearings. Als Mitarbeiter des Bayerischen Rundfunks beschäftigte sich Biegert mit dem indianischen Amerika, wie er politisch unkorrekt sagt. Als Autor und Filmemacher bietet er indigenen AktivistInnen eine Plattform. Von ihnen hat er gelernt, sich auch für die Anliegen der Natur zu engagieren. Für die Loisach, erzählt Claus Biegert, ein Fluss in seiner oberbayerischen Heimat, der am Tiroler Fernpass entspringt:

Der Freund und Künstler ist Rainer Wittenborn. Er dokumentierte künstlerisch seine Reise mit Claus Biegert in einen sterbenden Teil der Erde:
The James Bay Project: Rainer Wittenborn & Claus Biegert – La Biennale d’art contemporain autochtone (baca.ca)
Weitere Links:
"Rechte für die Natur" ins Grundgesetz. Verbessertes Klagerecht zur Bewahrung der Natur. - Online-Petition (openpetition.de)
Natur als Rechtssubjekt. Für eine ökologische Revolution des Rechts | APuZ (bpb.de)
Flüsse und Wälder als Kläger: Rechte für die Natur (lto.de)
MEG (ville-ge.ch)

Injustice environnementale (ville-ge.ch)